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Partnerschaft weltweit – CEBIE-Kirche

Die Ökumene und die Arbeit gegen den Rassismus ist ein wichtiger Pfeiler der Gemeindearbeit geworden. Schwarze Christinnen und Christen feiern des Öfteren in unserer Kirche Gottesdienst. Wir arbeiten mit Organisationen schwarzer Menschen zusammen.

 

Wir gehen dazu in die Gedanken in die Vergangenheit zurück, bevor wir in die Gegenwart und Zukunft schauen.

 

Anfang der achtziger Jahre stand die Kirchengemeinde vor einer sehr großen Herausforderung. Ihre Reaktion darauf, war sicher ein entscheidender Wendepunkt im Leben unserer Gemeinde. Diese Entscheidung macht bis heute viel von der ausstrahlenden Kraft unserer Gemeinde aus.

 

Worum ging es? Auf einmal war unsere Kirchengemeinde ganz aktiv in ein Stück Weltgeschichte hineingestellt. Sie war gefragt, ob sie Dr. Mushila aus dem Kongo als Pfarrer akzeptieren würde.

 

Dr. Mushila hatte an der Universität Hamburg seinen  Doktor gemacht und konnte wegen seiner politischen Aktivitäten nicht in den Kongo zurück. Seine Familie und er wären sofort verhaftet worden.

 

In Hamburg hatte er den damaligen Vikar Austen P. Brandt kennen gelernt. Aufgrund ihrer Freundschaft ging die Familie Mushila nach Walsum. Dort erkannte Pfarrer Ulrich Bendokat die Notlage der Familie und regte an, ob er nicht die Pfarrstelle Aldenrade I verwalten könne, die damals vakant war.

 

Verhandlungen mit dem Kirchenkreis, der Kirchenleitung und staatlichen Stellen waren erfolgreich. Das Presbyterium stimmte ebenfalls zu.


Es gab sicherlich in der Gemeinde ein Ächzen und Stöhnen. Manche konnten sich nicht vorstellen, von einem schwarzen Pfarrer beerdigt zu werden oder sich von ihm trauen zu lassen.

 

Aufgrund der eindeutigen Solidarität des Presbyteriums und der Kollegenschaft wurden die Probleme immer geringer und Dr. Mushila und seine Familie immer mehr akzeptiert.

 

Obwohl er nur anderthalb Jahre in der Gemeinde blieb, signalisiert sein Dasein einen weiteren Schritt in die ökumenische Verbindlichkeit hinein.

CEBIE – Christen sind das Licht der Welt

Heute ist die Partnerschaft mit der CEBIE im Kongo, deren Generalsekretär er geworden ist, aus der Gemeinde-Wirklichkeit nicht mehr weg zu denken. Die Gemeinden Hiesfeld, Hünxe und Walsum-Vierlinden und der Kirchenkreis Dinslaken sind mittlerweile aktive Mitglieder der Partnerschaft.

 

Diese wird auch in der Zukunft eine Rolle spielen. Wir wünschen uns, dass es den Menschen im Kongo besser geht, dass Frieden und Gerechtigkeit in das Land einziehen.

 

Doch unabhängig davon, wie es aussehen wird: Die Partnerschaft gehört zu unserer Gemeinde.
Sie hat auch uns verändert. Allein zu spüren und zu erfahren, wie es Menschen geht, die nur alle zwei Tage essen können und eine mangelhafte medizinische Versorgung haben, schafft in unserer Gemeinde die Kraft, unwichtige Dinge nicht zu wichtig zu nehmen und uns auf Wichtiges zu konzentrieren.

 

Was wir darüber hinaus von der CEBIE gelernt haben, ist die Bedeutung eines lebendigen und fröhlichen Gottesdienstes.

 

Daran arbeiten wir.

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