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Bestattung

„Wenn wir leben, leben wir für den Herrn, und wenn wir sterben, sterben wir für den Herrn. Wir gehören dem Herrn im Leben und im Tod.
Denn Christus ist gestorben und wieder lebendig geworden, um Herr zu sein über alle, Tote wie Lebende.“ (Römer 14,8-9)


Diese Worte des Apostels Paulus enthalten einen Hoffnung und Zuversicht, die auch der Tod nicht zerstören kann. In unserer Gemeinde werden sie bei nahezu jeder Bestattung gelesen. Denn hier ist der christliche Glaube formuliert, dass wir im Leben und Sterben immer in Gottes Hand gehalten sind. Von kann uns nichts und niemand trennen – selbst der Tod nicht.

 

Aber für uns Menschen bedeutet der Tod Abschied zu nehmen. Gleichzeitig müssen viele Dinge geplant und organisiert werden, wie zum Beispiel die Frage nach der Art der Bestattung. In dieser schwierigen Situation stehen ihnen Begleiter zur Verfügung. Bestattungsunternehmen und wir als Kirchengemeinde helfen, den oder der Verstorbenen einen würdigen letzten Weg zu bereiten. 
Dabei ist die Bestattung vielleicht der schwierigste, aber zugleich ein sehr bedeutsamer Schritt. Sie hilft den Angehörigen, mit der Trauer und dem Tod, der nun auch Teil ihres eigenen Lebens geworden ist, umzugehen.

 

Der Beerdigung geht ein Trauergespräch zwischen dem zuständigen Pfarrer oder der zuständigen Pfarrerin voraus. Es bietet die Möglichkeit der Trauer, den Erinnerungen und persönliche Fragen Ausdruck zu verleihen. Im Rahmen dieses Gesprächs wird ebenfalls vereinbart, wie die Beerdigungsfeier gestaltet wird.

 

Bei der Trauerfeier selbst versammeln sich Angehörige, Freunde und andere Gemeindeglieder, um den Verstorbenen oder die Verstorbenen auf den letzten Weg zu begleiten. Sie findet in der Regel in der Kapelle des Friedhofes statt. Ein Trauergottesdienst kann jedoch auch in der Kirche gefeiert werden. 
Im Mittelpunkt der Trauerfeier steht die Ansprache über ein Bibelwort. Das kann ein Satz sein, das dem oder der Verstorbenen wichtig war. Der Taufspruch, der Konfirmationsspruch, der Trauspruch wird gern in dieser Situation noch einmal bedacht. Wenn es gewünscht wird, kommt selbstverständlich das Leben des oder der Verstorbenen in der Traueransprache noch einmal zur Sprache. In Liedern und Gebeten wird ein Rahmen gegeben, der eigene Gedanken und Gefühle aufnimmt und Worte findet, wo wir keine Worte mehr finden können.

 

Die anschließende Bestattung ist von Gebeten und Segensworten getragen. Hier fließt nun beides zusammen: Der Abschied, den wir von dem oder der Verstorbenen nehmen müssen und gleichzeitig befehlen wir einen Menschen ganz in Gottes Hand.

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